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Warum es für uns okay ist, den Geburtstag unseres Sohnes zu vergessen.

Es gibt Tage, die das Leben für immer verändern. Der Tod und die Geburt unseres ersten Sohnes Leon war so ein Tag. Ein einschneidender Moment voller Schmerz, Ohnmacht und Trauer. Und doch haben mein Mann und ich vor kurzem gemerkt: Wir haben diesen Tag vergessen.


Bei einem Spaziergang fragten wir uns: Ist das schlimm?

Früher hätte ich gesagt: ja. Heute weiß ich: nein.


Der Tag selbst war kein schöner Tag

Als Eltern verbindet man Geburtstage mit Freude, Feier und Leben. Der Geburtstag unseres ersten Sohnes war aber ein Tag voller Schmerz. Auch wenn wir Leon schon damals so sehr geliebt haben, ist dieser Tag nicht der Moment, an dem wir ihn in Erinnerung behalten möchten.

Wie wir Leon wirklich gedenken

Wir gedenken ihm anders – nicht durch ein Datum im Kalender, sondern in vielen kleinen Momenten, die uns mit Liebe erfüllen:

Wenn wir Elias ansehen und uns vorstellen, wie es wäre, wenn beide hier wären. Wenn wir über unseren Urlaub in Irland sprechen – der Moment, in dem wir erfahren haben, dass ich schwanger war. Wenn uns schöne Dinge begegnen, die wir gerne mit beiden Kindern teilen würden.

Es sind diese Erinnerungen, die Leon für uns lebendig halten.

Erinnerung ohne ständigen Schmerz

Nachdem wir all diese schönen Momente vor Augen hatten, wurde uns klar: Es ist nicht schlimm, diesen Tag vergessen zu haben.

Denn wir haben unsere Trauer verarbeitet. Wir können an Leon denken – ohne dass es uns jedes Mal zerreißt, sondern auch mit einem warmen, liebevollen Gefühl. Die Liebe bleibt. Immer.

Das heißt nicht, dass der Schmerz verschwunden ist. Er bleibt Teil von uns. Doch wir haben einen Weg gefunden, ihn zu tragen – und die schönen Erinnerungen dürfen überwiegen.

Was ich anderen Eltern mitgeben möchte

Jede Familie geht anders mit Verlust um. Für manche ist es wichtig, den Geburtstag zu feiern oder ein Ritual am Todestag zu haben. Für uns ist es genauso wertvoll, Leon in den kleinen Alltagsmomenten bei uns zu spüren.

Es gibt kein Richtig oder Falsch. Wichtig ist nur, dass es für dich und deine Familie stimmig ist.

Begleitung nach stiller Geburt oder Fehlgeburt

Ich habe erlebt, wie es sich anfühlt, ein Kind zu verlieren. Und ich weiß, wie schwer es ist, mit dieser Erfahrung einen Weg weiterzugehen.

Darum begleite ich Frauen, Paare und auch Unternehmen nach Fehlgeburt oder stiller Geburt. Mit Raum für Gefühle, mit Struktur – und mit Wertearbeit als Fundament. Denn wer seine Werte kennt, findet auch in der größten Krise Orientierung und Halt.

 
 
 

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